
Lange bevor die Europäer Nordamerika entdeckten, spielten die Indianer Lacrosse. Baggataway - Der Kleine Bruder des Krieges - diente vor allem zur Kriegsvorbereitung und zu spirituellen Zwecken. Das kampfbetonte Spiel mit vielen hundert Beteiligten zog sich oftmals über mehrere Tage hin, wobei die Tore manchmal kilometerweit auseinanderlagen.
| Im 16. Jahrhundert entdeckte ein französischer Missionar den Ballsport. Die verwendeten Schläger erinnerten ihn an Bischofsstäbe (frz. la crosse) - hierdurch erhielt der Sport seinen Namen. |
An der amerikanischen Ostküste entwickelte sich Lacrosse im 19. Jahrhundert schnell zu einem elitären Collegesport. Die indianischen Grundlagen wurden mit einem genauen Regelwerk versehen, und die Spieler trugen nun Schutzausrüstungen.
Lacrosse verbreitete sich im Laufe er Zeit auch jenseits der Grenzen der Vereinigten Staaten. In Australien und England wurden die ersten Mannschaften gegründet, in Kanada wurde Lacrosse schnell zum Nationalsport.
1904 und 1908 war Lacrosse Olympische Disziplin, in den Jahren 1928 und 1948 wurde es im olympischen Vorführwettbewerb präsentiert.
Heute wird diese rasant wachsende Sportart ausser in Deutschland u.a. auch in der Tschechischen Republick, Schweden, Wales, Schottland, Irland und Japan gespielt.
"Das Spiel ist vom Schöpfer gegeben worden, ein göztlicher Wettkampf zu seiner Freude und Besänftigung. Die Spieler gingen auf das Spielfeld um Stammesfehden zu begleichen und um Regen für die Frühjahrsernte zu flehen und um göttliche Hilfe zur Heilung der Kranken zu bitten."