Münster 2005

Freitag, den 02.12.2005, 6:00:

Tja, dachte ich als ich noch sehr verschlafen unten vor der Wohnheimstür stand, gleich geht’s los Münster wir kommen. In dem Moment kam auch schon Bennet, der erst eine Woche zuvor zum Team gestoßen war aber schon von Anfang an voll dabei war. Los gings auf zum ersten Boxenstopp bei den Kempfs bevor wir uns dann mit den anderen am Exerzierplatz treffen würden. Klaus musste natürlich mit also noch n Kaffee rein und ab gings. Andi der dieses mal wieder für Passau im Tor stehen würde, war in Köln zu Besuch bei seinem Bruder und erwartete uns in Münster.

 

Pünktlich um 7 Uhr wir drei nun dort und kurz zeit später kam Martin mit dm Sprinter, der sich schon etliche male zu vor bewert hatte, auf den Explatz gefahren. Taschen rein und nach dem auch schließlich Johannes eintraf konnte es weiter gehen auf zu Oli wo noch die Achse auf uns wartete. Stolz präsentierten die Jungs ihre Achse T-Shirts die einen Tag zuvor angefertigt worden waren. Schnell noch an der Tanke Löffel für den Senf besorgt und weiter zur Autobahn. Gut eingedeckt mit Leberkässemmeln, Spezi und Muffins, die übrigens vom feinsten waren, an dieser Stelle ein Dank im Namen aller noch mal an Alena und Sina, heizten wir streckenweise ohne ESP Richtung Münster. Kurz vor Würzburg durfte ich dann auch mal das Steuer in die Hand nehmen…..an dieser Stelle muss ich einräumen das ich vielleicht einwenig die Nerven der Mitfahrer strapaziert habe da ich evtl. nicht immer den Witterungsbedingungen entsprechend gefahren bin, zu sagen bleibt das Handling des Sprinters ist nicht schlecht ;-) .

In Münster wurden wir dann von Sascha, Flo Klaus, Andi und Anne begrüßt und mit Nikolausmützen eingedeckt. Nachdem die Umkleiden bezogen waren hatten wir noch zeit uns aufzuwärmen bevor unsere Erstes von insgesamt 2 Spielen an dem Tag anfangen würde. Das erste Match hatten wir gegen Bielefeld, der wohl schwerste Gegner für uns an diesem Wochenende. Insgesamt traten 9 Teams so wohl bei den Männer als auch bei den Damen an. Das Spiel war wie zu erwarten schwer, aber wir machten es uns auch selber schwerer als es nötig war…..Trotz einiger schönen Tore durch Sascha und Flo reichte es nicht zum Sieg so das das erste Spiel 5:4 verloren ging.

Nach der knappen Niederlage war klar so wird es nicht weiter gehen…..wir mussten uns schließlich die Party am Abend verdienen und wenigstens die Platzierung des letzten Jahres verteidigen. Vor dem nächsten Spiel war noch genug zeit um die Damen bei ihrem Spiel ordentlich anzufeuern. Die Damen kämpften hart und zeigten ein gutes Spiel…leider reichte es am Ende doch nicht Sieg.

In Unserem Zweiten Spiel an diesem Tag trafen wir auf die Legionäre aus Trier. Uns war klar wir mussten gewinnen und da der Gegner nicht einer der schwersten war konnten wir trotz einiger Schwächen in Offense und Defense den Sieg einfahren.

Nun da unser Ziel für den nächsten Tag klar war hieß es auf zum Schlafplatz der ominösen „Leichtbauhalle“. Dort wartete auch schon Patrick a.k.a. Apu auf uns mit dem bestellten Alkohol. Nach kurzzeitiger Orientierungslosigkeit in den Strassen von Münster und einigen vergeblichen Versuchen von Flappel und Klaus Wollhaardecken im Stil einer Kaffeefahrt an den Mann bzw. Frau zu bringen später erreichten wir dann schließlich doch unseren Schlafplatz….niemand ahnte bis dahin das wir nicht lange schlafen würden…

Patrick hatte bereits ein beachtliches Lager in der Halle aufgeschlagen so das nur noch schnell die Schlafsäcke ausgerollt werden mussten und das Vorglühen konnte beginnen. Der Alkohol hielt nicht lange und so stiefelten Flo Klaus und ich los um an einem nahgelegenen Kiosk Nachschub zu besorgen…Wieder daheim ging die fröhliche Runde weiter. So gegen ca. halb 1 und 5 Flaschen Vodka, einer Flasche Martini und einem Kasten Bier später viel jemandem ein; „oh da ist ja noch ne Party zu der wir hin wollten“. Also Jacken geschnappt das letzte Glas geleert und auf gings…Zur Party begleitet wurden wir von einigen „Töchter Aachens“, der Aachener Damenmannschaft….Die Party war im vollem Gange als wir ankamen….Hier trennten sich dann die Wege des Teams…bleibt nur zu sagen das es die Mega Party überhaupt war und das alles kräftig gefeiert haben. So gegen 5 Uhr war die ganze Sache dann zu Ende und es hieß auf Richtung Lacrosserunterkunft….Dort angekommen rief Sascha noch zu einem letzten Schlummertrunk auf dem aber nur noch Oli und ich beiwohnten. Nach und nach trudelte das Team ein nur Flappel war nirgens auf zu finden. Doch plötzlich schwankte eine Gestallt in Richtung unserer Schlafecke, legte sich auf den einzig noch freien Schlafsack und war eingeschlafen...Flappel war da, wir waren komplett. Die Nachtruhe endete nach ca. 1 ½ Stunden da wir um 9 Uhr schon aus der Halle mussten…Das Aufstehen gestaltete sich als etwas schwierig da wir doch ein wenig gefeiert hatten. Benett war nur mit ner Ladung Wasser ins Gesicht zu wecken nachdem alle anderen Versuche fehlschlugen. Letztendlich schafften wir es doch noch und wir machten uns im Sprinter auf zum Frühstück. Im Wagen war dann auch Zeit für eine Erste Schadensbilanz: Eine sehr lädierte Digitalkamera von Flo Klaus und ein sehr angeschlagener Magen von Patrick der während des Frühstücks alle zwei Minuten auf die Toilette verschwand. Highlight an diesem Morgen war jedoch die Aussage einer Handballerin aus Kiel die am Nachbartisch saß, nachdem sie Flappel sah, „ ah ihr seit aus Passau, ihr spielt Lacrosse,und DICH kenn ich“. Noch schnell ein Paar Brötchen für den Weg geschmiert und wieder rein in den Bus. Unser letztes Vorrundenspiel gegen Maastricht stand an….das Spiel erreichten wir in letzter Minute da wir erneut einige Orientierungsprobleme hatten, doch die Lacrossegötter zeigten sich gnädig und so erreichten wir, nachdem wir zwei mal im Kreis gefahen waren doch noch die Halle. Das spiel war entsprechned unserer Verfassung nicht gerade das schnellst oder auch das schönste, dennoch reichte es für den Sieg. Während des Spiels trafen meine Eltern, Herr und Frau Stegelmeier und mein Bruder Simon ein und brachten sogar 2 Kästen Wasser mit. Was mir persönlich auch sehr viel bedeutete da ich sie schon lange nicht mehr gesehen hatte. Wir trafen nun im Halbfinale auf die Auswahl der Bundeswehr die Fast komplett aus Münchener Spielern bestand. Beschwinget durch die Unterstützung und unserem Kampfgeist konnten wir den Sieg einfahren. Im Finale hieß der Gegner erneut Bielefeld, was uns natürlich anspornte, da wir die knappe Niederlage aus der Vorrunde trotz der langen Nacht nicht vergessen hatten. Vor dem Finale hatten wir noch Zeit, die Damen bei ihrem letzten Spiel kräftig zu unterstützen. Dann war es soweit….Das Spiel begann viel versprechend mit 2 blitzschnellen Toren von Sascha die nicht nur die Bielefelder sichtbar schockten sondern auch uns motivierten. Doch lange hielt der Vorsprung nicht und bald lagen wir zurück…Wir gaben alles doch die Bielefelder legten nach und zogen davon trotz zwei Penalties in den letzten Minuten des Spiels kamen wir nicht mehr ran und so ging das Spiel mit einem sehr hartem 13:7 Sieg der Gegner aus. Viel Zeit zum verschnaufen blieb nicht da die Siegerehrung an stand, daher wurde noch schnell die Damenmannschaft verabschiedet die, obwohl es bei ihnen nicht so gut lief, uns bei unseren Spielen immer wahnsinnig Unterstützten. Nach der Siegerehrung war es soweit die Rückreise anzutreten…also Alles rein ins Auto und los ging die Fahrt diesmal mal war noch Flo Klaus dabei. Nach einem Stopp bei einem amerikanischen Spezialitätenrestaurant und einigen Fahrerwechsel später erreichten wir nach gut 7 Stunden Passau. Trotz dem verpassten Turniersieg waren wir keines Falls zu betrübt da das Wochenende auf jeden Fall ein super Highlight in den Chroniken des Passauer Lacrosse Vereins hinterlassen würde.

 

Für Passau spielten:

 

Damen: Alena Heinsohn - Sina Schönthier - Caroline Zeppenfeld - Katharina Schluck – Anne Ruhmenkohl

 

Herren: Florian Klaus – Florian Appel – Oliver Köppen - Johannes Götz – Martin Stegelmeier

Martin Kröhnert - Patrick Owerdieck– Klaus Kempf – Andreas Kempf (Torwart) – Sascha Buss - Bennet Wunderlich