Portrait-Valentina-Eckel

Hallo Valentina, super, dass es geklappt hat! 25 Jahre PLV, ein Vierteljahrhundert … Wann und warum hat es dich damals nach Passau verschlagen?

Ich bin 2000 nach Passau gekommen, um BWL zu studieren – damals noch auf Diplom. Nebenbei habe ich dann noch einen BA in European Studies gemacht.

Erzähl uns, wo hast du in Passau gewohnt?

U.a. im Unteren Sand, im Oberen Sand, in der Bräugasse.

Wann hast du dann mit Lacrosse angefangen?

Direkt schon im Herbst 2000.

Wie kam es dazu?

Meine Freundin Leonie kannte Lacrosse aus ihrer Internatszeit in England. Da sie nicht alleine zum Training gehen wollte, habe ich sie begleitet und bin dann hängen geblieben.

Auf welcher Position hast du gespielt?

Meist Mittelfeld, irgendwann dann Attack.

Was war dein persönlich oder als Team bestes Spiel mit dem PLV?

Wir Passauer Damen waren meist froh, ein Team zusammen zu bekommen, um zu den Turnieren fahren zu können.

Erfolge gab es mehr an der Theke (lacht).

Wie lange warst du für den PLV aktiv?

Von 2000 bis 2005.

Wie ging es nach Passau für dich persönlich / beruflich weiter?

Ich bin aus beruflichen Gründen nach München gezogen.

Und mit Lacrosse?

In München habe ich weiter Lacrosse gespielt. Nach einigen 2. Plätzen bei der DM, sind wir 2009, 2010 und 2011 Deutscher Meister geworden. 2012 wurden wir wieder 2. Da war ich schon im 3. Monat schwanger und von da an wurde es immer schwerer Familie, Job, die Trainings und Spieltage zu vereinen.

Beeindruckend! Weisst du, wann du dann das letzte Mal auf einem Lacrosse-Feld standest?

Vermutlich 2014.

Konntest du persönlich / beruflich etwas aus deiner Lacrosse-Zeit mitnehmen?

Meinen Mann (lacht). Außerdem habe ich einige meiner besten Freunde über den Passau-Lacrosse-Verein kennen gelernt.

Das klingt gut (lacht). Wo bist du gerade und was machst du heute?

Ich wohne in Oberhaching (in der Nähe von München). Habe 3 Kinder und versuche Kids und Karriere unter einen Hut zu bekommen.

Mit einer ehemaligen Münchner Teamkollegin spiele ich jetzt Tennis.

Verfolgst du Lacrosse denn dann heute überhaupt noch regelmäßig?

Ich verfolge die Entwicklung nur noch wenig.

Was war das verrückteste, was du in Passau in Zusammenhang mit Lacrosse erlebt hast?

Die legendären Partys im Cave Club.

[Anmerkung: zuletzt „Liquid“, Peschlterasse, Rosstränke 4-6; mehr Infos]

Was wünschst du Passau Lacrosse für die nächsten 25 Jahre?

Haltet durch! Holt Euch Hilfe bei den Natio-Spielern, die kommen gerne und coachen – da lernt man wirklich viel.

Wenn du noch einmal für den PLV spielen könntest, was oder wer dürfte bei deinem Comeback auf keinen Fall fehlen?

Ich würde mich riesig freuen, die ganzen Ehemaligen wieder zu sehen. Das war schon eine tolle Truppe!

Hoffentlich bekommen wir das bald mal hin mit einem Ehemaligen-TreffenDanke für deine Zeit, Valentina!

Portrait-Klaus-Kempf
Interview

Hallo Klaus, vielen Dank, dass du dir die Zeit für uns nimmst! 25 Jahre PLV, ein Vierteljahrhundert … erzähl uns, wie bist du damals nach Passau gekommen?

Als einer der wenigen Locals im Passauer Lacrosse Verein, bin ich in Passau geboren und aufgewachsen. Ich habe noch während meiner Schulzeit mit Lacrosse angefangen.

Ein Local – Wo hast du denn in Passau gewohnt?

Bei meinen Eltern in der Nähe vom Studentenwohnheim im Schönleitnerweg.

Und wie bist du dann zu Lacrosse gekommen?

Das war im Oktober 2001. Mein Bruder Andreas, Florian Walther und ich haben ein neues Hobby gesucht. Wir haben Lacrosse ausprobiert und sind dabei geblieben.

Welche Position hast du denn gespielt?

Meistens Middie, gelegentlich Attack und später immer mal wieder Goalie.

Spannend! Einmal fast alles durchgemacht, das kenne ich selbst auch. Klaus, wenn du zurückdenkst, was war dein persönliches oder gerne auch als Team größter Erfolg mit dem PLV?

Definitiv die Playoffs in Bielefeld … glaube 2006/2007. Sieg mit einem Team von 10 Mann gegen den vollbesetzten Kader von Hamburg B. Unser Team hat am Platz gezeltet, abends noch gefeiert und am nächsten Tag „leicht“ verkatert gespielt. Wir haben uns mit diesem Sieg bei der Deutsche Meisterschaft qualifiziert.

Gleichzeitig war es ein sehr schmerzlicher Moment. Wir mussten die Deutsche Meisterschaft absagen, da sich keine 10 Spieler für die DM gefunden haben.

Sehr, sehr bitter! Da wäre sicherlich was drin gewesen. Hast du denn auch mal Nationalmannschaft gespielt?

Ja, tatsächlich – und zwar für die erste deutsche U21 Lacrosse Nationalmannschaft (2003). Es war schon etwas Besonderes im Alter von 20 Jahren mit nach Amerika zu fliegen. Gewonnen haben wir leider kein Spiel, aber alle Erfahrungen rundherum waren unbeschreiblich – Leute kennenlernen, Lacrosse nochmal auf einem ganz anderen Niveau …

Wie lange warst du dann im PLV aktiv?

Aktiv von Oktober 2001 bis 2009.

Und wie ging es danach für dich persönlich und mit Lacrosse weiter?

Ich bin seit 2004 in München und habe zuerst Elektrotechnik studiert. Beruflich bin ich als Entwicklungsingenieur für Hochvoltschaltungen tätig. Lacrosse habe ich dann zeitweise noch in Passau und München parallel gespielt. Meine aktive Lacrossezeit wurde leider mit einer ausgekugelten Schulter beendet.

Verdammt. Wann hattest du dann das letzte Mal einen Lacrosse-Stick in der Hand?

Das ist gar nicht lange her – Sommer 2020 um mit der Tochter von Florian Walther im Garten ein paar Bälle zu werfen.

Und richtig aktiv auf dem Feld?

Das war dann 2009 in Stuttgart. An diesem Wochenende war ich dann leider gleich zweimal im Krankenhaus: Am Samstag mit einer Lebensmittelvergiftung und am Sonntag mit der besagten ausgekugelten Schulter.

Was ein Wochenende. Das bleibt natürlich hängen. Vielleicht um die Gedanken an das Krankenhaus beiseite zu schieben, was ist dein schönster Passau Lacrosse-Moment?

Ich erinnere mich allgemein gerne an diese Zeit zurück. Wir hatten so viele unvergessliche Lacrosse-Momente: z.B. einen Spieltag in Ljubljana – an einem Tag hin und zurück, alle Passau Open Turniere, sämtliche Lacrosse Partys, diverse Fritz Abende, usw.

Gibt es etwas, dass du am meisten an Passau vermisst?

Eigentlich nichts. Ich bin noch regelmäßig in Passau zu Besuch bei meinen Eltern.

Wo bist du gerade und was machst du heute?

Aktuell bin ich immer noch in München und bin als Elektronikentwickler für Hochvoltschaltungen tätig.

Mittlerweile bin ich verheiratet und im Dezember 2020 kam unsere Tochter Mathilde auf die Welt.

Wenn du zurückblickst, konntest du persönlich oder beruflich etwas aus deiner Lacrosse-Zeit mitnehmen?

Zusammenarbeit im Team ist unglaublich wichtig. Sowohl im Privaten, als auch beruflich.

Wenn du noch einmal für den PLV spielen könntest, was oder wer dürfte bei deinem Comeback auf keinen Fall fehlen?

Das Team von damals – also 2007/2008.

Verfolgst du die Entwicklung von Lacrosse denn noch regelmäßig?

Lacrosse verfolge ich nur noch sporadisch. Sowohl die Entwicklung des PLV als auch Lacrosse in Deutschland. Wenn dann klicke ich mich durch die verschiedenen Homepages.

Was wünschst du Passau Lacrosse für die nächsten 25 Jahre?

Ich wünsche dem Passauer Lacrosse Verein, dass zumindest einmal der Pokal der deutschen Meisterschaft nach Passau kommt!

Das wäre natürlich phänomenal! Möchtest du zum Abschluss unseren Mitgliedern von heute noch etwas mit auf den Weg geben?

Für mich war es ist eine schöne Zeit, die ich auf keinen Fall missen möchte. Man kann weltweit viele sehr nette Leute kennen lernen und Freundschaften aufbauen, welche ein Leben lang halten.

Danke für die schönen Worte Klaus! Auf bald in Passau.