Auch nach dem dritten Saisonspiel warten die Herren der SG Passau / Regensburg weiter auf die ersten Punkte. Gegen den aktuellen Tabellenführer München B unterlag man zwar klar mit 0:10, zeigte aber gerade in der zweiten Hälfte eine sehr ansprechende Leistung in der Defensive und konnte drei Quarter lang deutlich mehr Gegenwehr leisten als vorab erwartet. Mit dünner Personaldecke nach einigen kurzfristigen Ausfällen unter der Woche, dafür mit zwei hochmotivierten Rookies, hielten die Niederbayern gut dagegen, ehe im zweiten Quarter kurzfristig die Konzentration und auch die nötige Konsequenz in der Defensive nachließ und es den Gastgebern zu einfach gemacht wurde. Am Ende steht eine etwas zu deutliche 0:10-Heimniederlage für die SG auf dem Scoresheet, aber eine zweite Hälfte die vor allem defensiv richtig gut aussah.

Endstand: SG Passau / Regensburg – HLC Rot-Weiss München B 0:10 (0:2, 0:5, 0:2, 0:1)
Tore für Passau / Regensburg: –

Die SG Passau / Regensburg startete gut ins Spiel; angeführt vom flinken Fabian Schreier der ein ums andere Mal den Ballvortrag übernahm und einige starke Face-Offs an den Tag legte, konnte man das erste Quarter weitgehend ausgeglichen gestalten. Dabei blieben zwei Überzahl-Situationen nach Strafzeiten gegen München leider ungenutzt und konnten nicht sauber zu Ende gespielt werden. Unmittelbar vor der Quarterpause dann der erste Dämpfer für die SG, München erzielte durch Michael Geiger und Alexander Stannek zwei schnelle Tore. Unglücklich aus Sicht der SG, beide Tore waren eigentlich gut verteidigt und landeten abgefälscht im Tor.

Die beiden Treffer schienen dennoch Wirkung hinterlassen zu haben, denn bei der SG lief im zweiten Quarter leider wenig nach Plan. Durch Unkonzentrierheiten und Abstimmungsfehler in der defensiven Zuordnung ludt man München förmlich zum Toreschießen ein. Insbesondere die letzten zehn Minuten der ersten Hälfte waren nicht gut und man kassierte alleine hier vier weitere Treffer – zwei durch den guten Patrick Curland. 0:7 aus Sicht der SG zum Pausentee.

Wer aber dachte, dass die zweite Hälfte einfach so weitergeht wie die erste aufgehört hat, sah sich gewaltig getäuscht. Die SG Passau / Regensburg kam deutlich geordneter aus der Pause, fing sich in der Defense und steigerte sich sogar von Minute zu Minute. Angetrieben von den beiden erfahrenen Longpoles Ferdinand Vogt und Adrian Goller, die ihre Vorderleute jetzt besser ordneten, wurde nun körperlich entschlossener verteidigt und auch deutlich besser kommuniziert als in den ersten 30 Minuten. Die Münchner Attacker waren zusehends genervt und fanden kaum noch Lösungen gegen die Defense der SG. Selbst zwei Man-Down-Phasen überstand Passau / Regensburg schadlos und verteidigte ein ums andere Mal richtig stark.

Einem schnellen Münchner Tor zu Beginn des vierten Quarters, folgten 14 (!) torlose Minuten in denen die Münchner Offense komplett abgemeldet wurde.

Leider wollte an diesem Tag aber kein eigener Treffer gelingen. Das Heimteam der SG schaffte es in den letzten beiden Quartern zwar häufig ins gegnerische Drittel, beschränkte sich aber zumeist darauf den Ball dort zu halten und ein geordnetes Angriffsspiel mit sicheren Pässen aufzuziehen. Hier fehlte etwas der Zug zum gegnerischen Tor und auch der Mut häufiger den eigenen Abschluss zu suchen.

Im letzten Quarter kassierte München unmittelbar nacheinander zwei Strafzeiten und Passau / Regensburg kam kurz vor dem Ende noch zu einer doppelten Überzahl-Situation. Über Umwege stand Andreas Schuder, einer der SG-Rookies, plötzlich ganz allein vor dem Münchner Tor, setze seinen Schuss aber knapp links neben das Tor. Die Überzahl brachte nichts mehr ein und Passau / Regensburg gelang trotz einiger guter Chance kein Treffer mehr bis zum Ende der Partie. Endstand: 0:10.

Am Ende waren es ein schwächeres Quarter und die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive, die ein besseres Ergebnis gegen den aktuellen Tabellenführer München B verhinderte. Nichtsdestotrotz lässt sich eine Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorwoche festmachen und auf die gute zweite Hälfte aufbauen. Nächsten Samstag, 20.11. um 14:00 Uhr findet in Nürnberg gegen die SG Franken das letzte Spiel vor der Winterpause statt. Mit einem hoffentlich wieder breiteren Kader und einer erneut guten Defense möchte man die Hinrunde gebührend abschließen und nochmal eine starke Teamleistung zeigen.

Sticks up!

Das war schon etwas Besonderes – lediglich neun erfahrene Spieler und ein Rookie standen der SG Passau / Regensburg am Samstag, den 06.11.2021, auf dem heimischen Kunstrasen in Regensburg zur Verfügung. Durch viele verletzungsbedingte und zum Teil kurzfristige Absagen im Vorfeld der Partie konnte man daher nur einen Minimalkader ohne Wechselmöglichkeiten aufbieten und musste bei der Aufstellung etwas improvisieren. So war Passau / Regensburg zwar von Anfang an sportlich limitiert, aber strotzte mit einem Durchschnittsalter von 31 Jahren – dem ältesten Spieltagskader seit vielen Jahren – nur so vor geballter Lacrosse-Erfahrung.

Da es ausgerechnet gegen die erfahrene D-Mannschaft von HLC Rot-Weiss München ging, die wie immer mit vielen ehemaligen (und diesmal auch zwei aktuellen) Bundesligaspielern sehr stark besetzt war, bot sich ein echter Leckerbissen für die bayerische Lacrosse-Familie – man könnte auch sagen Old Man Lacrosse at its finest! Dass am Ende für Passau / Regensburg dennoch eine deutliche Niederlage auf dem Scoreboard stand, war zum Großteil der dünnen Personaldecke geschuldet, die im Laufe der Partie immer deutlicher zum Vorschein trat.

Endstand: SG Passau / Regensburg – HLC Rot-Weiss München D 2:16 (1:3, 0:4, 1:4, 0:5)
Tore für Passau / Regensburg: Jiri Smetana (2)

Line-Up Passau / Regensburg gegen München D

Trotz der geballten Erfahrung in den eigenen Reihen, taten sich beide Mannschaften äußerst schwer in die Partie zu finden. Die zähe Anfangsphase war von etlichen Fehlpässen geprägt und gerade Passau / Regensburg tat sich schwer einen ordentlichen Ballvortrag auf die Beine zu stellen. Schnell ging München D über Mathias Lang und dem guten Robert Hofmockel mit 0:2 in Führung. Stark dann der zwischenzeitliche Anschlusstreffer für Passau / Regensburg; nach feiner Einzelleistung und einem guten Clear traf Jiri Smetana mit all seiner Erfahrung überlegt zum 1:2.

Ohne etatmäßige Attacker fehlte es Passau / Regensburg jedoch im Anschluss an der nötigen Durchschlagskraft und den passenden Wechselmöglichkeiten, um mehr Druck auf München ausüben zu können. Geschickt und routiniert erhöhte München D in der Folge über 1:4 zum Ende des ersten Quarters bis auf 1:7 zum Pausenpfiff.

Huddle Team Passau Regensburg

Die zweite Halbzeit war dann im Wesentlichen ein Abziehbild der ersten Halbzeit. München D erhöhte mit zwei schnellen Toren auf 1:9, ehe Jiri Smetana mit seinem zweiten Tor auf 2:9 stellte.

Konnte man das dritte Quarter noch weitgehend ausgeglichen gestalten, so zog München mit fortlaufender Spieldauer immer weiter davon. Angeführt von Robert Hofmockel (4 Tore, 1 Assist) und dem bulligen Cornelius Leopold (3 Tore, 2 Assists) zogen die Gäste im vierten Quarter immer weiter davon. Die zehn Passau / Regensburger Jungs zeigten eine großartige Moral und kämpften unnachgiebig bis zum Schlusspfiff, mussten aber den nachlassenden Kräften und der damit einhergehenden fehlenden Konzentration im Defensivverbund Tribut zollen. Endstand: 2:16.

Passau / Regensburg Defense

Auf Passau / Regensburger-Seite gefielen neben dem guten Kampfgeist vor allem die umtriebigen Lukas Engelmann und Erich Miller, sowie der starke Goalie Stefan Wirth. Außerdem feierte Lars Cremer ein gutes Rookie-Debüt auf dem sich in den nächsten Spielen aufbauen lässt.

Bereits nächste Woche Sonntag (14.11., 11 Uhr) geht es für die Herren der SG Passau / Regensburg mit dem nächsten Heimspiel weiter: In Regensburg empfängt man dann die B-Mannschaft von HLC Rot-Weiss München und hofft mit einem dann breiteren Kader auf ein deutlich engeres Spiel. Sticks up!

Mannschaft Passau / Regensburg im Spiel gegen München D

Am Sonntag, den 19.09.2021, war es nach knapp zwei Jahren corona-bedingter Zwangspause endlich wieder so weit – Matchday für die neu formierte SG Passau / Regensburg. Das Auftaktspiel zur Landesliga-Saison 2021/22 ging zwar denkbar knapp mit 7:6 erst in der Overtime an die Panthers aus Ingolstadt, aber was bleibt ist ein sehr starker Auftritt der Lust auf mehr macht. Durch ein geschlossene Mannschaftsleistung in der Defense und einem hervorragend aufgelegten Maximilian Sandlein brachte unsere SG in der ersten Halbzeit eine Leistung auf den Rasen, die man schon lange nicht mehr in dieser Form gesehen hatte. Erst durch die schwere Verletzung von Player-Coach Maximilian Sandlein kurz nach der Pause, der bis dato mit vier Toren einen Sahnetag erwischt hatte, gab es einen spürbaren Bruch im Spiel der SG Passau / Regensburg, wodurch der Spielverlauf am Ende doch noch kippte.

Endstand: Ingolstadt Panthers Lacrosse – SG Passau / Regensburg 7:6 (1:3, 0:3, 1:0, 4:0, 1:0)
Tore für Passau / Regensburg: Jakob Großehagenbrock, Simon Vedlin, Maximilian Sandlein (4)

Die Nervosität war der neu formierten SG Passau / Regensburg an diesem ersten Spieltag der Landesliga Bayern überhaupt nicht anzumerken, was vielleicht auch an der guten Mischung aus talentierten Rookies und erfahrenen Playern lag. Beide Teams hatten während der längeren Lacrosse-Pause einen personellen Umbruch zu verkraften und waren gespannt auf das erste Kräftemessen in der neuen Saison. Die SG Passau / Regensburg konnte dann zunächst den besseren Start verzeichnen: Gestützt auf eine sattelfeste Defense, die wunderbar von Rückkehrer Ferdinand Vogt dirigiert wurde, legte man direkt los wie die Feuerwehr.

Die erfahrenen Attacker Großehagenbrock, Sandlein und Paxmann-Braun legten sich die Ingolstädter Defense ein ums andere Mal clever zurecht und erhöhten schnell auf 0:2. Der Ball lief ruhig und sehr sicher durch die eigenen Reihen der SG und wurde in der Offense von den „alten Hasen“ immer wieder geschickt verteilt. Dadurch entwickelte sich ein sehr ansehnliches Spiel, weil die Angriffe konsequent und vor allem deutlich sauberer als in den letzten Jahren vorgetragen wurden.

Nach dem kurzfristigen Anschlusstreffer zum 1:2, setzte man sich peu a peu ab und der bärenstarke Maximilian Sandlein erhöhte mit seinem vierten Tor kurz vor der Pause gar auf 1:6. Zwei Quarter gewonnen, stark gespielt, Halbzeitpfiff – Ingolstadt war angezählt und Passau / Regensburg ob der eigenen Leistung selbst etwas verwundert. Möchte man Kritik äußern, dann hätte man im Nachhinein hier festhalten können, dass die Chancenverwertung nicht ganz ideal war und die SG durchaus noch 1-2 Tore hätte drauflegen können. Denn was folgte war eine enorm unglückliche zweite Halbzeit. Hätte, hätte, Fahrradkette.

Kurz nach dem Wechsel wurde der Saisonstart durch eine schwere Handverletzung von Maximilian Sandlein, Player-Coach und Captain der SG, überschattet. Er musste umgehend ins Krankenhaus gebracht werden und fällt auf unbestimmte Zeit aus – ein sehr bitterer und herber Verlust.

In Folge der unglücklichen Aktion riss bei Passau / Regensburg der Faden und es kam zu einem Bruch im Spiel der SG. Angetrieben vom omnipräsenten Ingolstadter Captain, Lars Swiontek, witterten die Panthers wieder Lunte und übernahmen mit fortschreitender Spieldauer immer mehr die Kontrolle.

Konnte die SG Passau / Regensburg im dritten Quarter noch gut dagegenhalten, so mussten sie im letzten Viertel dem (zu) dünnen Kader und nachlassenden Kräften Tribut zollen. Entlastung gab es für die SG-Defense in dieser Phase keine mehr. Ingolstadt drehte weiter auf, erhöhte den Druck auf die ausgelaugten Midfielder und ließ die SG Passau / Regensburg nicht mehr zum Zug kommen. Folgerichtig markierte Sebastian Dietz kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit den Ausgleich für Ingolstadt (6:6). Overtime!

Passau / Regensburg überstand direkt zu Beginn der Verlängerung eine recht lange offensive Possession von Ingolstadt schadlos und verteidigte erneut stark. Trotz dem dünnen Kader wurde gekämpft und sich vehement gewährt. Bei einem Fast-Break und eigenem Ballbesitz hatte die SG sogar die Chance auf den Sieg – verfehlte aber beide Male knapp. Eiskalt bestrafte Ingolstadt dann eine Strafzeit gegen die SG. Lars Swiontek nutzte die Man-Up-Situation geschickt aus und erzielte unmittelbar vor Ablauf der Strafzeit das viel umjubelte Golden Goal – 7:6 Ingolstadt.

Nach dem guten Start in die neue Saison geht es für die SG Passau / Regensburg erst im November wieder weiter. Es bleibt zu hoffen, dass die starke Leistung bis dahin konserviert und der Ausfall von Maximilian Sandlein mannschaftlich kompensiert werden kann. Mit einem vollen Kader ist für die SG durchaus noch die ein oder andere Überraschung möglich. Nächstes Heimspiel steigt dann am 06. November gegen die Herren von München D. Sticks up!

Gute Nachrichten bei den Passauer Lacrosse Herren: Vor dem Duell gegen den Aufstiegsaspiranten Ingolstadt kehrten mit Sandro König und Patrick Kobler zwei Langzeitverletzte in den Kader zurück. Nachdem man in dieser Hinrunde bereits drei Spiele am grünen Tisch aufgrund eines breit gefüllten Lazaretts abgeben musste, war der kleine, aber feine Kader umso motivierter sich mit einer guten Leistung gegen Ingolstadt in die Winterpause zu verabschieden.

Endstand: Passau – Ingolstadt Panthers Lacrosse 3 : 23 (1:6, 1:6, 0:3, 1:8)
Tore für Passau: Nick Sandersfeld, Sandro König (2)

Bei zapfigen 5°C und unter den gegebenen Bedingungen war den elf verfügbaren Passauer Jungs schnell klar, dass gegen den hohen Favoriten aus Ingolstadt nicht der Sieg, sondern vielmehr eine ordentliche Vorstellung zum Ende der Hinrunde das Ziel sein musste.
So war vom Face-off weg direkt auch gut Feuer und Tempo im Passauer Spiel. Passau konnte die ersten zehn Minuten sogar sehr ausgeglichen gestalten und Ingolstadt rieb sich einige Male verwundert die Augen darüber, dass sie mehr investieren mussten, als ihnen lieb war. Pustekuchen Kaffeefahrt!
Nach dem schnellen 0:1 durch den starken Christopher Gogolin, vernaschte der Passauer Nick Sandersfeld über den linken Wing kommend sehenswert mehrere Ingolstädter und konnte fast im Gegenzug zum 1:1 ausgleichen. Jedoch konnten die Passauer in der Folgezeit ihre gute Anfangsphase nicht aufrechterhalten und nur selten ein geordnetes Angriffsspiel aufziehen. Mehrere gute Phasen, bei denen man ordentliche Anlagen zeigte und teilweise sogar ebenbürtig agierte, wechselten sich zu häufig mit unerklärlichen Schwächephasen ab. Symbolisch hier die letzte Minute vor der ersten Quarterpause in der man alleine 3!!! schnelle Tore kassierte. Anders der Gegner: durch ihr enorm agiles und lauffreudiges Kombinationsspiel legten sich die Ingolstädter Attacker die Passauer Defense ein ums andere Mal zurecht und erhöhten bis zum Halbzeitpfiff stetig ihr Torkonto (Halbzeitstand: 2:12). Erwähnenswert aber dennoch der schöne Treffer von Sandro König via Quick-Stick in den rechten Winkel zum zwischenzeitlichen 2:7 aus Passauer Sicht.
Die Ingolstädter Tormaschinerie, rund um die sehr spielstarken Attacker Michael Niebler und Maximilian Sandlein, zeigte auch in der zweiten Hälfte ihren Torhunger und schraubte den Spielstand weiter nach oben. Die Passauer Jungs kämpften zwar ununterbrochen, aber mussten nach einem guten dritten Quarter dann vor allem in der Schlussviertelstunde dem hohen Spieltempo und den fehlenden Wechselmöglichkeiten Tribut zollen. Zwar konnte Sandro König noch ein weiteres Mal Ergebniskosmetik betreiben (3:20), aber nichtsdestotrotz gewann Ingolstadt am Ende, auch in der Höhe verdient, mit 3:23. Ein weiteres sehr starkes Spiel zeigte dabei wieder einmal der Passauer Goalie, Arian „Harry“ Zacher, der mehrmals bravourös rettete und ein noch deutlicheres Ergebnis verhinderte. Unter dem Strich verliert Passau letztendlich zu deutlich, aber präsentiert sich gegeben den Umständen sehr passabel und kann wieder deutlich hoffnungsvoller auf die anstehende Rückrunde blicken.

Für Passau heißt es jetzt erstmal Winterpause, Wunden lecken und Lazarett leeren. Mit einer dann hoffentlich wieder breiteren Spielerdecke und vielversprechenden Rookies im Gepäck, möchte man in der Rückrunde deutlich verbessert auftreten und wieder vermehrt an die Leistungen der vergangenen Saison anknüpfen. Die Winterpause bietet hierfür die ideale Plattform, um für diese Ziele die benötigten Grundlagen zu schaffen. Sticks Up!

Am Samstag, den 25.05.2019, waren die Passauer Lacrosse Herren zu Gast beim B-Team vom HLC Rot-Weiß München. Dabei sorgte vor allem eine couragierte zweite Halbzeit für einen am Ende doch noch versöhnlichen Saisonabschluss.

Endstand: HLC Rot-Weiß München B – Passau 15 : 5 (5:1, 4:0, 2:1, 4:3)
Tore für Passau: Arian Zacher, Justus Paxmann-Braun, Aaron Bening, Nick Sandersfeld (2)

Nach gut drei Minuten war die Welt für die Passauer Herren noch in Ordnung: Bestes Lacrosse-Wetter und ein Rookie-Tor zum schnellen 1:1 Ausgleich. Arian „Harry“ Zacher – vor einigen Wochen noch als Goalie eingesetzt – krönte seine starke Rookie-Saison mit seinem ersten Ligator. Gekonnt zog Harry von links Richtung Tor, ließ einen Münchner Longpole richtig alt aussehen und fragt sich wahrscheinlich jetzt noch, wie er so kaltschnäuzig gegen den starken Ex-Passauer, Simon Schwarz, einnetzen konnte.

Doch dann spielten die Orange-Weißen eine zugegeben sehr schlechte erste Halbzeit, übersät mit individuellen Fehlern und unnötigen Strafzeiten. Zum einen waren die Passauer Defender fast immer einen Schritt zu spät und zum anderen war man diesmal viel zu zaghaft bei Groundballs. Ein weiterer Faktor waren zudem einige fragwürdige Calls der Schiedsrichter, die an diesem Tag leider eine klare Linie vermissen ließen und somit für unnötige Hektik im Spiel sorgten. Die Passauer verstrickten sich viel zu häufig in Diskussionen mit den Unparteiischen und verloren dadurch komplett ihren Spielfluss. Etliche Strafzeiten und die allgemeine Verunsicherung führten schließlich dazu, dass man zur Pause bereits mit 9:1 zurücklag.

Nach der dringend benötigten Pause und mit einem eigens auferlegtem Maulkorb, kamen die Passauer Herren wie ausgewechselt zurück aufs Feld. Auf diese Weise wollte man sich auf keinen Fall in die Sommerpause verabschieden.

Gestützt auf einen wiedermal stark aufgelegten Stefan Wirth im Passauer Tor, schaffte es die Passauer Defense deutlich mehr Gegenwehr aufzubauen und das Münchner Angriffsspiel frühzeitig zu unterbinden. Man schaffte es in der Folgezeit deutlich cleverer zu verteidigen und auch die Bereitschaft in Halbzeit zwei nochmals alles zu geben war wieder voll da.

Zwar musste man zu Beginn des dritten Quarters zwei schnelle Tore hinnehmen (11:1), jedoch konnten die letzten 25 Minuten der Partie dann völlig ausgeglichen gestaltet werden. Das eigene Angriffskonzept, das in Hälfte eins noch wirkungslos verpuffte, wurde jetzt konsequent durchgezogen und gipfelte in schön herausgespielten Treffern von Justus Paxmann-Braun sowie Aaron Bening (11:3).

Vor allem im vierten Quarter entwickelte sich dann ein sehr unterhaltsames und rassiges Lacrossespiel mit gut vorgetragenen Angriffen von beiden Teams. Dem abermals starken Nick Sandersfeld gelang es in der Schlussviertelstunde noch einen Doppelpack zu schnüren und so einen Endstand von 15:5 zu erzielen.

Damit gehen die Passauer Herren zwar mit einer Niederlage in die Sommerpause, aber haben über weite Strecken der Saison gezeigt, dass sie auf einem sehr, sehr guten Weg sind. Diese positive Entwicklung der vergangenen Monate soll in der neuen Saison nahtlos fortgesetzt werden. Hierfür wird die Sommerpause intensiv genutzt werden, um die erarbeiteten, taktischen Mittel weiter zu verfeinern und um durch Turniere noch mehr Wettkampfhärte zu gewinnen. Sticks Up!

Am vergangenen Sonntag, den 19.05.2019, empfingen die Passauer Lacrosse Herren das sehr erfahrene D-Team vom HLC Rot-Weiß München. Trotz zahlenmäßiger Überlegenheit musste man sich den nur mit zehn Spielern angetretenem Tabellenführer am Ende dennoch geschlagen geben.

Endstand: Passau – München D 4 : 9 (2:2, 1:3, 1:3, 0:1)
Tore für Passau: Justus Paxmann-Braun, Nick Sandersfeld (2), Martin Schimek

Strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen sorgten dafür, dass sich die Hitze des aufgeheizten Passauer Kunstrasens direkt auch auf das Spielgeschehen übertrug. Anders als in den vergangenen Begegnungen waren die Passauer Jungs diesmal von Beginn an voll da und ackerten mit viel Leidenschaft an beiden Enden des Feldes, um den alten Hasen aus München ihren Saisonabschluss mit allen Mitteln zu vermiesen.

Nick Sandersfeld brachte die Hausherren nach schöner Einzelleistung bereits nach zwei Minuten mit 1:0 in Führung. Und auch wenn die spielstarken Münchner schnell konterten und anschließend ihrerseits mit 1:2 dagegenhielten, spielte Passau unbekümmert und unaufgeregt weiter. Viele Angriffe wurden ruhig und geduldig ausgespielt und Passau kam somit zu etlichen guten Torchancen. Leider ließen die Passauer Attacker in dieser Phase die letzte Konsequenz vor dem Tor vermissen oder scheiterten ein ums andere Mal am starken Münchner Goalie. Kurz vor der Quarterpause war es schließlich Justus Paxmann-Braun, der von der linken Seite beherzt Richtung Tor zog und das zwischenzeitliche 2:2 erzielte.

Unverständlich dann der folgende Bruch im Spiel: Passau versäumte es den Schwung mit in das zweite Quarter zu nehmen. Man agierte insgesamt viel zu passiv und ließ sich das langsame Spieltempo der Münchner Zehn-Mann-Gesellschaft aufdrücken. Sehr clever und routiniert legten sich die Münchner die Passauer Defensive immer wieder zurecht und bestraften jede sich bietende Gelegenheit sofort. München zog auf 2:5 davon. Allerdings konnte der laufstarke Martin Schimek noch vor der Halbzeit verkürzen. Halbzeitstand: 3:5.

Als Nick Sandersfeld dann unmittelbar nach der Pause den Anschlusstreffer zum 4:5 erzwang, keimte im Passauer Lager nochmals Hoffnung auf und München musste im Folgenden viel investieren, um das Passauer Comeback zu verhindern. Leider konnten die Passauer Herren in den abschließenden Quartern nicht mehr zulegen und verzweifelten zunehmend an den souveränen Ballstafetten und Abschlüssen der Münchner. Man erhielt kaum noch Chancen auf eigene Ballvorträge und ließ den Münchnern insgesamt viel zu viele Freiräume. Bezeichnend ist dabei, dass man in den letzten 35!!! Minuten ohne eigenen Torerfolg blieb. Damit behielten die Gäste bis zum Schluss das Übergewicht und ließen sich den Sieg zu keiner Zeit mehr aus der Hand nehmen. Endstand: 4:9.

Das letzte Spiel der Saison findet kommenden Samstag, den 25. Mai um 11 Uhr auf dem Gelände des HLC Rot-Weiß München statt. Gegner ist dann allerdings das Münchner B-Team, das ebenso wie Passau einen der hinteren Tabellenplätze der Landesliga belegt. Mit mannschaftlicher Geschlossenheit und einem möglichst breiten Kader möchten sich die Herren dann mit einem positivem Ergebnis in die Sommerpause verabschieden.

Am vergangenen Samstag, den 27.04.2019, empfingen die Passauer Lacrosse Herren die Wizards aus Nürnberg. Dabei hätten die beiden Halbzeiten unterschiedlicher nicht sein können und eine verschlafene Anfangsphase verhindert ein besseres Ergebnis.

Endstand: Passau – Nürnberg Wizards 7 : 16 (1:5, 1:5, 2:3, 3:3)
Tore für Passau: Frederik Kiens (3), Sandro König (3), Nick Sandersfeld

Vor zahlreichen, lautstarken Fans hatten sich die Passauer Lacrosse Herren viel vorgenommen, um für ein spannendes Spiel und eine positive Grundstimmung für den anschließenden Dultbesuch zu sorgen. Somit waren bei nasskaltem Wetter alle Spieler von Beginn an hochmotiviert, um für eine kleine Überraschung zu sorgen.
Leider entschieden sich die Passauer, wie bereits häufiger in dieser Saison, den Spielbeginn zu verschlafen. Man fand zunächst überhaupt keinen Zugriff auf das Spielgeschehen und ließ viel zu passiv agierend die Nürnberger Offense gewähren. Da sich das erste Quarter nahezu ausschließlich vor dem eigenen Tor abspielte, kam der Gegner aus Nürnberg in den ersten 20 Minuten zu zahlreichen Chancen und nutzte die von den Passauern großzügig gegebenen Räume eiskalt. Kurzum: Es lief nichts zusammen und in den wenigen eigenen Angriffen kam dann auch noch Pech hinzu. Quarterstand: 1:5.
Dies setzte sich im zweiten Quarter nahtlos fort. Zwar tat die Pause zum Quarter der Passauer Defense merklich gut und sie wirkte fortan deutlich gefestigter und aggressiver, aber der Angriff stockte nach wie vor. Die Passauer Offense ließ in dieser Phase vor allem die letzte Konsequenz im Abschluss vermissen und scheiterte einige Male in aussichtsreicher Position entweder vom Pech verfolgt oder am gut aufgelegten gegnerischen Goalie. Es ging mit einem verdienten Rückstand in die Halbzeit und das Team konnte sich bei seinem starken Rookie-Torwart Arian „Harry“ Zacher bedanken, dass es lediglich 2:10 stand.

In der Halbzeitpause fand das Trainergespann Paxmann-Braun/Sandersfeld klare Worte und erinnerten ihre Spieler an die vergangenen Trainingseinheiten und die dort einstudierten taktischen Vorgaben.
Das Trainerteam hoffte nun auf eine Reaktion ihrer Mannschaft in der zweiten Hälfte und sollte nicht enttäuscht werden. Die Passauer kamen wie ausgewechselt aus der Pause. Endlich wurde sich mit dem angemessenen Biss in die Partie gekämpft und es entwickelte sich der erhoffte offene Schlagabtausch. Die Defense stand nun sattelfester und auch die Offense zeigte vermehrt ihr Potential. Es entwickelte sich ein körperlich robustes Spiel auf Augenhöhe, in dem sich beide Mannschaften bis zum Schluss nichts schenkten.
Getragen durch zwei Treffer vom starken Frederik Kiens gegen Ende des dritten Viertels (Quarterstand 2:3), konnte die Partie zusehends ausgeglichen gestaltet werden. Positiv hervorzuheben war in dieser Phase die starke Zonenverteidigung bei gegnerischen Clears, die einige leichte Ballgewinne ermöglichte und in spielerisch hervorragend gelösten eigenen Ballvorträgen umgewandelt wurden.

Im vierten Quarter konnte man diese Entwicklung sogar noch toppen. Während auf Nürnberger Seite ein wenig die Kräfte nachließen, keimte bei Passau nach drei schnellen Toren (erneut Frederik Kiens, sowie zweimal Sandro König) sogar nochmals kurz Hoffnung auf. Allerdings ließ Nürnberg in den Schlussminuten nichts mehr anbrennen und konterte das Passauer Aufbäumen mit zwei weiteren Toren. Somit endete das Spiel verdientermaßen mit 7:16 (1:5, 1:5, 2:3, 3:3) für Nürnberg.

Auch wenn die letzten beiden Quarter ausgeglichen gestaltet werden konnten, war durch die verschlafene Anfangsphase ein nicht mehr einzuholender Rückstand entstanden. Doch auch bei der vermeintlich deutlichen Niederlage gab es viele positive Aspekte auf Passauer Seite: Goalie Arian Zacher spielte sein erstes Liga Spiel und konnte dabei einige starke Saves zeigen, Frederik Kiens und Sandro König krönten ihre starken Leistungen mit jeweils drei Toren (Kiens obendrein mit drei Assists) und viele taktische Vorgaben wurden in der zweiten Halbzeit mannschaftlich sehr gut umgesetzt. Es bleibt also die Frage, warum nicht einmal von Beginn an so?

Wir bedanken uns bei den diesmal (noch) überlegenen Gästen aus Nürnberg, den sehr guten Refs und den zahlreichen Fans, die trotz nasskaltem Wetter den Weg zum Platz gefunden haben.

Das nächste Spiel der Herren findet bereits diese Woche in Erlangen statt und zwar am Sonntag, den 5. Mai um 11 Uhr gegen die Spielgemeinschaft aus Bayreuth / Erlangen B. Aufgrund des knappen und bisher einzigen Sieges aus der Hinrunde, ist ein enges und spannendes Spiel vorprogrammiert.

Zum Start der Rückrunde empfingen die Passauer Lacrosse Herren am Samstag den 06.04.2019 den starken Tabellenführer aus Ingolstadt auf heimischen Rasen. Zwar musste man eine in der Höhe etwas zu deutliche Niederlage einstecken, jedoch verkaufte man sich über weite Strecken der Partie sehr teuer und zeigte vielversprechende Ansätze für die kommenden Begegnungen.


Endstand: Passau – Ingolstadt Panthers 5 : 18 (1:4, 2:5, 0:2, 2:7)
Tore für Passau: Frederik Kiens (3), Nick Sandersfeld (2)


Bei frühlingshaften Temperaturen um die 20°C wollten die Passau Lacrosse Herren gegen die starken Panthers aus Ingolstadt an die guten Leistungen der Hinrunde anknüpfen. Anders als in den letzten Spielen vor der Winterpause war das Team von Beginn an voll da und der Start wurde diesmal nicht komplett verschlafen. Die Passauer Defense konnte ihre neu erarbeitete Taktik sehr gut durchsetzen, wodurch die spielstarken Angreifer der Panthers zu Beginn gut in Schach gehalten werden konnten. Zwei schnelle Gegentore kurz vor der Quarterpause sorgten dafür das man den ersten Spielabschnitt mit 1:4 beendete. Nick Sandersfeld erzielte nach feiner Einzelleistung den zwischenzeitlichen Passauer Anschlusstreffer zum 1:2.


Leider versäumte es die Passauer Defensive zu Beginn des zweiten Quarters ihre taktische Grundordnung weiter aufrecht zu erhalten und schaffte es nicht den Ingolstadter Angriff konsequent zu unterbinden. Es folgte ein Sturmlauf der Panthers auf 1:9. Der an diesem Tag exzellent haltende Goalie, Stefan Wirth, verhinderte in dieser Phase sehenswert einige Großchancen und somit Schlimmeres. Die bis dato etwas blasse Passauer Offensive kam gegen Ende des zweiten Quarters besser in die Partie und erarbeitete sich einige schöne Torchancen. Hierbei zahlten sich die intensiven Trainingseinheiten in den Wintermonaten aus, da diese Torchancen oftmals durch eingeübte Spielzüge eingeleitet wurden. Frederik Kiens tankte sich kurz vor der Halbzeitpause zweimal auf identische Weise kraftvoll durch die Ingolstädter Abwehrreihen und netzte jeweils aus spitzem Winkel ein. So ging es mit einem Spielstand von 3:9 in die Halbzeit.


Sehr erfreulich verlief dann das gesamte dritte Quarter. Kampfstark und teilweise sehr clever entnervte man die Ingolstädter Angreifer zusehends und konnte auch einige schöne Spielzüge vortragen. Zwar wurde das Spiel in dieser Phase deutlich ruppiger und es wurden vermehrt Zeitstrafen ausgesprochen, doch der Ball konnte öfter erobert werden und es wurden insgesamt nur zwei Gegentore zugelassen (3:11).


Im Schlussabschnitt begann die intensive Arbeit des letzten Quarters deutliche Spuren zu hinterlassen und bei Passau machten sich die fehlenden Wechselmöglichkeiten bemerkbar. Der sehr starke Ingolstädter Angriff nutzte dies unerbittlich aus und erhöhte mit drei schnellen Treffern auf 3:14. Passau steckte zwar zu keiner Zeit auf, konnte aber durch Nick Sandersfeld und abermals durch den guten Frederik Kiens, der somit einen Hattrick verbuchen konnte, nur noch Ergebniskosmetik betreiben. Die Panthers erhöhten in der Restspielzeit noch auf 5:18 und unterstrichen damit eindrucksvoll ihren Status als Tabellenführer. Dennoch zeigten die Passauer gerade taktisch einige gute Ansätze und verkauften sich mit einer insgesamt guten Teamleistung gegen den absoluten Meisterschaftsanwärter der Landesliga nicht unter Wert.


Nach einem Trainingswochenende und der kurzen Osterpause geht es am 27. April zuhause gegen die Wizards aus Nürnberg. Ausgehend von der aktuellen Tabellensituation möchte man hierbei für eine Überraschung sorgen und den direkten Tabellennachbarn ärgern.

Am vergangenen Samstag ging es für die Passau Lacrosse Herren zum letzten Spieltag der Hinrunde nach München. Trotz viel Kampfbereitschaft agierten die Passauer gegen ein routiniertes Münchner Team zu fehlerhaft und mussten folgerichtig eine 12:2 Niederlage hinnehmen.

Endstand: HLC Rot-Weiss München D – Passau 12 : 2 (3:1, 3:0, 2:0, 4:1)
Tore für Passau: Justus Paxmann-Braun, Martin Schimek

Die Passau Lacrosse Herren wollten gegen München D an die guten Leistungen der vergangenen Spieltage anknüpfen. Doch der Start verlief (wiedermal) anders als geplant. In der Passauer Defense kam es zu etlichen Kommunikations- und Abstimmungsproblemen, was die routinierten und spielstarken Münchner Angreifer nutzten und schnell eine 3:0 Führung herausspielten. Gleichzeitig war auch die Passauer Offensive zu Beginn erfolglos. Es dauerte über eine Viertelstunde bis die Passauer sich durch einen schönen Treffer von Justus Paxmann-Braun aus der Münchner Umklammerung befreien konnten. Mit einem 3:1 für die Hausherren endete das erste Quarter.

Leider konnten die Passauer diesen Schwung nicht mit in die weiteren Quarter nehmen. Im Laufe der ersten Halbzeit haperte es an sicheren Pässen und es kam immer wieder zu leichten Ballverlusten. So konnten die Münchner die Passauer Defense ein ums andere Mal überwinden und ihre Führung deutlich ausbauen. Mit einem 6:1 ging es in die Pause.

Im dritten Quarter hieß es dann noch einmal alle Kräfte mobilisieren, um sich mit einer ordentlichen Leistung in die Winterpause zu verabschieden. Passau hielt nun besser dagegen: Gestützt auf ihren sehr starken Goalie, David Salewski, stabilisierte sich die Passauer Defense etwas. Dennoch hatte man zwei weiteren Toren der Münchner wenig entgegenzusetzen und es gelangen nur noch selten Entlastungsangriffe (8:1).

Auch im letzten Quarter steckten die Passauer nicht auf, auch wenn das Spiel auf beiden Seiten nun hektischer wurde und sich Personal Fouls sowie Ballverluste häuften. Martin Schimek fasste sich früh im Quarter ein Herz und machte den zweiten Passauer Treffer durch ein schön herausgespieltes Tor perfekt. Leider konnte auch das die Passauer 12:2 Niederlage nicht mehr verhindern. Dennoch hatten sich die Passauer mit einem harten Spiel und einer guten Teamleistung gegen die weitaus erfahreneren Münchner nicht unter Wert verkauft.

Damit ist die Hinrunde für die Passauer Lacrosser beendet, die sich nun voll auf die Rückrunde fokussieren können. Die Fortschritte des Teams sind deutlich zu erkennen und spiegeln sich in den teilweise guten Spielen wider. Der Spieltag in München hat aber auch deutlich gezeigt, in welchen Bereichen die Passauer Jungs noch Nachholbedarf haben. Hieran soll im Rahmen eines Trainingslagers und generell in der Winterpause intensiv gearbeitet werden, um in der Rückrunde den ein oder anderen Punkt mehr zu holen.

Unter Flutlicht und vor einem lautstarken Damenteam, das im Vorfeld ebenso in München spielte, verloren die Passauer Herren trotz tollem Kampf und einer couragierten Leistung mit 10:4 gegen HLC Rot-Weiss München B.

Endstand HLC Rot-Weiss München B– Passau 10 : 4 (4:2, 2:0, 1:1, 3:1)
Tore für Passau: Justus Paxmann-Braun (3), Domi Wüst

Beide Teams zeigten im bisherigen Saisonverlauf ähnliche Ergebnisse, sodass man auf ein enges Match hoffen durfte. Leider zeigten die Passauer Herren eine alte Schwäche, nämlich den Start zu verschlafen und man kassierte mit dem ersten richtigen Angriff das frühe 1:0. Die Jungs aus der Landeshauptstadt fanden wesentlich besser in die Partie und erhöhten schnell auf 2:0. Doch die Passauer Herren wurden nicht nervös und konnten mit wichtigen Groundballs und guter Defense längere Possessions der Münchner verhindern. Dank der neuen 3-1-2 Offense, gelang es Passau den Ball im weiteren Verlauf des ersten Quarters besser zu kontrollieren und zurück ins Spiel zu finden. Nach tollem Zuspiel von Nick Sandersfeld, verkürzte Justus Paxmann-Braun auf 2:1 und wenig später erzielte Neuzugang Domi Wüst mit einem sehenswerten Schuss sogar den zwischenzeitlichen Ausgleich (18. Min., 2:2). Die restlichen Minuten bis zur Halbzeit gehörten dann jedoch ganz klar der Münchner Mannschaft. Durch vier Tore und eine aggressive Defense, die viele Angriffe der Passauer unterband, stand es zur Halbzeit 6:2.


Doch wer glaubte, Passau würde sich nun aufgeben, der hatte sich geirrt. Passau spielte sowohl in der Defense als auch in der Offense ein sehr starkes drittes Viertel. Der hart erkämpfte Lohn war ein ausgeglichenes Quarter mit je einem Tor auf beiden Seiten (Tor Passau: Justus Paxmann-Braun), so dass man beim 7:3 zwar immer noch einem 4-Tore-Rückstand zu Beginn des letzten Viertels hinterherlief, aber sich nach wie vor auf Schlagdistanz befand.


Mit seinem dritten Tor verkürzte Paxmann-Braun direkt zu Beginn des Schlussabschnitts weiter auf 7:4 – also nur noch 3 Tore Rückstand. Allerdings begann jetzt die Arbeit des letzten Quarters Spuren zu hinterlassen und Passau schien körperlich etwas nachzulassen. München nutzte dies konsequent und schlug die Passauer Herren mit drei weiteren Treffern letztendlich mit 10:4.


Am kommenden Samstag (10.11) bietet sich direkt die Chance zur Revanche gegen München – dann allerdings gegen die Herren von München D.